Der Prothesenhersteller Ottobock will sich von seiner Rollstuhlsparte am Standort Königsee in Thüringen trennen. Das Unternehmen aus Südniedersachsen sei mit mehreren Interessenten im Gespräch und rechne in den kommenden Monaten mit ersten Unterschriften, sagte Vorstandschef Oliver Jakobi der Deutschen Presse-Agentur. Ziel sei es, Standort und Arbeitsplätze zu erhalten. In Königsee arbeiten derzeit gut 270 Beschäftigte.
«Wir haben schon letztes Jahr angefangen, mit möglichen Kandidaten zu sprechen», sagte Jakobi. Namen der Interessenten nannte er nicht. In welcher Form der Abschluss am Ende erfolgen werde, sei nicht abschließend geklärt. «Aber es kann auch zu einem Komplettverkauf kommen», sagte Jakobi. Die Arbeitsplätze stünden dabei nicht zur Disposition, fügte er hinzu.
Ziel sei es, für den Standort «eine gute Zukunft sicherstellen zu können», sagte Jakobi. Daher habe man sich auch mehr Zeit genommen für die Gespräche. Auf keinen Fall dürfe das Werk verkauft und dann geschlossen werden. Bis spätestens Mitte 2027 solle die Trennung abgeschlossen sein.