Thüringen hat für die Zahlung sprunghaft steigender Beamtenpensionen kaum finanzielle Vorsorge getroffen. «Angesichts der sich abzeichnenden Höhe der jährlichen Versorgungsausgaben waren die Vorsorgeleistungen Thüringens bislang äußerst gering», sagte Rechnungshofpräsidentin Kirsten Butzke in Rudolstadt der Deutschen Presse-Agentur. Die Folge: Thüringens finanzieller Spielraum, beispielsweise für Investitionen oder neue Landesprojekte wie ein kostenloses Schulessen, werde weiter eingeschränkt.
Allein in den vergangenen zehn Jahren haben sich die Zahlungen des Landes für pensionierte Beamte etwa verdreifacht. Nach Angaben des Rechnungshofs beliefen sie sich 2015 auf rund 136 Millionen Euro. 2024 waren es bereits etwa 450 Millionen Euro.