Vor dem Hintergrund der boomenden Nachfrage nach Waffen wagt sich die nächste deutsche Rüstungsfirma aufs Börsenparkett. Der Rüstungszulieferer Vincorion teilte in Wedel bei Hamburg mit, dass er im ersten Halbjahr 2026 einen Börsengang in Frankfurt plane. Vincorion hat rund 900 Beschäftigte, die im Wesentlichen am Firmensitz in Wedel, im bayerischen Altenstadt und in Essen (NRW) sind.
Das deutsche Unternehmen mit rund 900 Vollzeitstellen gehörte bis 2022 zum Thüringer Technologiekonzern Jenoptik. Dann wurde es an einen britischen Finanzinvestor verkauft. Der möchte sich nun von einem Teil seiner Anteile trennen, künftig aber an Bord bleiben. Vincorion stellt Generatoren, Mechatronik und andere Energielösungen her, zu den Kunden gehören die Panzerbauer Rheinmetall, KNDS und diverse andere große Unternehmen.
Die Komponenten von Vincorion sind etwa in den Flugabwehrsystemen Patriot und Iris-T verbaut, hierbei geht es um die Stromversorgung. Außerdem hat der Mittelständler ein ziviles Geschäft, so sind etwa in Airbus-Passagiermaschinen Heizelemente und in Hubschraubern Rettungswinden der norddeutschen Firma eingebaut.