Die umstrittene Senkung der Grunderwerbsteuer in Thüringen hat dem Land bislang Steuermindereinnahmen in zweistelliger Millionenhöhe gebracht – aber nicht zu mehr Geschäften auf dem Immobilienmarkt geführt. Die Steuer war Anfang 2024 von 6,5 Prozent auf 5 Prozent gesenkt worden.
Allein im vergangenen Jahr seien durch diese Steuersenkung Mindereinnahmen in Höhe von etwa 27 Millionen Euro entstanden, sagte eine Sprecherin des Thüringer Finanzministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Bis Ende Oktober des laufenden Jahres seien bereits Mindereinnahmen von etwa 35 Millionen Euro zu verzeichnen gewesen. «Beim Vergleich der Beträge ist zu berücksichtigen, dass sich der reduzierte Steuersatz in 2024 aufgrund der Bearbeitungszeiten erst sukzessive in den Kasseneinnahmen widergespiegelt hat», sagte sie.