Zahldienst Wero statt digitaler Euro: Hessens Sparkassen-Präsident Stefan G. Reuß fordert Tempo beim Ausbau einer europäischen Alternative im Zahlungsverkehr im Wettbewerb mit den USA. Die Pläne für einen digitalen Euro für Privatkunden behinderten den flächendeckenden Ausbau von Wero kolossal, «weil in Europa manche Banken keine Parallelstrukturen aufbauen möchten und deshalb abwarten», sagte der geschäftsführende Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen laut Redetext in Frankfurt.
Seit Jahren tüfteln die Euro-Währungshüter unter Federführung der Europäischen Zentralbank (EZB) an einer digitalen Variante der europäischen Gemeinschaftswährung. Mit einer Einführung eines digitalen Euro ist nach letzten öffentlichen Aussagen nicht vor Ende 2028 zu rechnen.
Das sei «mit Blick auf das Ziel der europäischen Souveränität im Zahlungsverkehr viel zu spät», sagt Reuß. «Aus unserer Sicht wäre es deshalb am zielführendsten, wenn auf den digitalen Euro für Privatkunden verzichtet und stattdessen Wero auch offiziell als einziges europaweites Bezahlverfahren fungieren würde.»