Wer ein günstiges Einfamilienhaus sucht, kann nach einer Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstituts IW Köln in Thüringen fündig werden. Im Vergleich der sechzehn Bundesländer gehört Thüringen zu den vier Bundesländern, in denen Eigenheime am billigsten sind. Günstiger schneiden nach der Untersuchung nur das Saarland, Schleswig-Holstein und das Nachbarland Sachsen-Anhalt ab.
Ein typischer Modellhaushalt muss in Thüringen 27 bis 28 Prozent des Nettoeinkommens für die monatlich fällige Rate eines Immobilienkredits ausgeben. Im Saarland sind es sogar nur 23 bis 24 Prozent und in Sachsen-Anhalt 25 bis 26 Prozent. Deutlich mehr vom Einkommen müssten Immobilienkäufer in Berlin, Bayern oder Hamburg bezahlen, wo die Abzahlung des Immobilienkredits im Schnitt an die vierzig Prozent des Nettoeinkommens ausmacht. Das teilte der Finanzierungsvermittler Interhyp mit, der die Studie beim IW Köln in Auftrag gegeben hatte.
Ausgewertet wurden die Einfamilienhauspreise in allen 400 Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands aus. Dabei gingen die Ökonomen von einer Familie mit zwei Kindern und einem Einkommen aus, das über dem von 70 Prozent der deutschen Haushalte liegt.