Eine Gemeinschaftsstudie soll die Potenziale und Wirtschaftlichkeit eines interkommunalen Wärmeverbunds zur klimafreundlichen Wärmeversorgung von Industrie und Haushalten im Mitteldeutschen Revier untersuchen. «Die vom Bund bis spätestens 2028 vorgeschriebene kommunale Wärmeplanung beschränkt sich auf lokale Konzepte zum grünen Umbau der Wärmeversorgung innerhalb der jeweiligen kommunalen Bilanzkreise», sagte der Geschäftsführer der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, Jörn-Heinrich Tobaben, am Freitag in Leipzig.
Zusammen mit der Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung GmbH (SAS) soll überprüft werden, «inwieweit die regionale Verschränkung bedeutender Wärmequellen und Wärmesenken durch ein interkommunales Wärmeverbundsystem einen Beitrag zur klimafreundlichen Wärmeversorgung im Mitteldeutschen Revier leisten kann.» So wird die Studie etwa die aktuellen und zukünftigen Wärmebedarfe von Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungssektor und privaten Haushalten im Mitteldeutschen Revier untersuchen. Auch die Frage, wie die bisher durch die Verbrennung von Braunkohle erzeugte Fernwärme durch «grüne» Wärmequellen ersetzt werden kann, soll beleuchtet werden.