Die Zahl der Firmenpleiten in Thüringen ist entgegen dem bundesweiten Trend gesunken. Nach Hochrechnungen der Auskunftei Creditreform werden bis zum Ende des ersten Halbjahres im Freistaat 120 Unternehmen Insolvenz angemeldet haben. Das wären 29,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Thüringen zählt damit zu den fünf Bundesländern, in denen die Zahl der Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr gesunken ist.
Zudem hat der Freistaat mit 37 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen weiterhin die niedrigste Insolvenzquote in Deutschland. Negativer Spitzenreiter ist Berlin mit 120, deutscher Durchschnitt sind 82 Insolvenzen je 10.000 Firmen.
Als Grund für die Unterschiede zwischen den Bundesländern nennt Creditreform unter anderem den Branchenmix. Wo es viele Betriebe aus Baugewerbe, Einzelhandel oder Gastgewerbe gebe, sei die Quote oft höher. Allerdings spiele auch die allgemeine wirtschaftliche Lage einer Region eine wesentliche Rolle - unter anderem die Kaufkraft der Bevölkerung oder die Lage am Arbeitsmarkt.