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Thüringen: Insolvenzwelle abgeschwächt – Firmenfälle im ersten Halbjahr um über 15 % gesunken

Thüringen: Insolvenzwelle abgeschwächt – Firmenfälle im ersten Halbjahr um über 15 % gesunken
Zuletzt gab es etwas weniger Insolvenzverfahren in Thüringen. (Symbolbild) / Foto: Oliver Berg/dpa
Zahlungsunfähig oder überschuldet - die Zahl der Firmen, die in eine existenzielle Krise gerieten, hat sich in diesem Jahr verringert. Das sah während der Konjunkturflaute 2025 anders aus.

Die Insolvenzwelle in Thüringen hat sich abgeschwächt. Die Zahl der Firmen in finanzieller Schieflage sank im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 15 Prozent auf 143 Unternehmen, wie das Statistische Landesamt in Erfurt berichtete. Durch Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung der Arbeitgeber waren rund 1.700 Arbeitsplätze gefährdet. 

Die Unternehmen standen bei ihren Gläubigern mit insgesamt rund 75 Millionen Euro in der Kreide. Von Insolvenzen betroffen waren vor allem Kfz-Werkstätten und Autohändler, Baufirmen sowie Dienstleister. 

Auch weniger Privatinsolvenzen 

Im vergangenen Jahr war die Zahl der Insolvenzen, auch als Folge der über Jahre schwachen Konjunktur, in Thüringen deutlich gestiegen - nun entspannte sich die Lage wieder ein wenig. Auch bei Insolvenzen von Verbrauchern sowie ehemals Selbstständigen beruhigte sich die Situation etwas. Fast zwei Drittel der insgesamt 1.057 Insolvenzanträge wurden von privaten Haushalten gestellt, die überschuldet waren. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen verringerte sich nach Angaben des Landesamtes damit um rund zehn Prozent auf 683.

Das Gros aller Insolvenzverfahren wurde eröffnet. Sieben Prozent der Verfahren wurden abgelehnt, weil das noch vorhandene Vermögen nicht ausreichte. In acht Fällen genehmigten die Gerichte einen Schuldenbereinigungsplan. Insgesamt beliefen sich die offenen Forderungen, mit denen die Insolvenzkandidaten konfrontiert waren, auf die Summe von 149 Millionen Euro.

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