Thüringens Verkehrsministerin Susanna Karawanskij hat sich enttäuscht darüber gezeigt, dass der Bund sich nicht zu einer langfristigen Finanzierung des Deutschlandtickets bekannt hat. «Dabei gibt es elf Millionen gute Gründe, das Erfolgsticket dauerhaft abzusichern», erklärte die Linken-Politikerin nach der Verkehrsministerkonferenz am Donnerstag. Das Bundesverkehrsministerium sei erneut einen dauerhaften Finanzierungsplan schuldig geblieben.
Das Deutschlandticket im Nah- und Regionalverkehr soll dauerhaft bleiben - die genaue Finanzierung und damit auch die Preisentwicklung sind aber unklar. Das Ticket für 49 Euro im Monat kann seit dem 1. Mai 2023 bundesweit im Nah- und Regionalverkehr genutzt werden. Gut elf Millionen Tickets wurden zuletzt monatlich verkauft. Der Bund zahlt bis 2025 im Jahr 1,5 Milliarden Euro - ebenso wie die Länder insgesamt. Das Geld von Bund und Ländern wird benötigt, um Einnahmeausfälle bei Verkehrsbetrieben durch den im Vergleich zu früheren Angeboten günstigen Fahrschein auszugleichen.