Der Thüringer Bauernverband befürchtet einen massiven Rückgang von Biogasanlagen im Freistaat. Grund sei, dass in den kommenden drei Jahren bei etwa der Hälfte der derzeit 250 Anlagen die auf 20 Jahre befristete staatliche Förderung auslaufe, sagte der Vizepräsident des Bauernverbandes, Toralf Müller, im Vorfeld einer Fachtagung in Apfelstädt (Kreis Gotha).
Die Vorgaben für eine Anschlussfinanzierung nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) mache für viele Betreiber den weiteren Betrieb solcher Anlagen unwirtschaftlich. Laut Müller wird demnach künftig nur noch die Biogas-Einspeisung von maximal 3.000 Stunden im Jahr vergütet - und das meistens nachts, wenn Sonne und Wind keinen Strom liefern.