Thüringens Rechnungshof hat ein Stoppsignal an Regierung und Parlament beim Geldausgeben geschickt: Das Land lebe über seine finanziellen Verhältnisse. Ausgaben und Einnahmen müssten ins Lot gebracht werden. Sonst drohe ab 2025 ein Haushaltsloch von jährlich etwa einer Milliarde Euro, geht aus dem Jahresbericht der Finanzkontrolleure hervor, den Rechnungshofpräsidentin Kirsten Butzke am Montag in Rudolstadt vorlegte. «Das ist ein sehr, sehr großes Loch», sagte sie. Zudem müsse in vielen Bereichen besser kontrolliert werden, wie das Geld der Steuerzahler eingesetzt werde.
Erstmals seit 2011 - die beiden Corona-Jahre nicht berücksichtigt - habe Thüringen im vergangenen Jahr mit einem Defizit von 327 Millionen Euro geschlossen. Es konnte nur mithilfe der Finanzrücklage des Landes ausgeglichen werden, wie es in dem Bericht heißt.