Thüringens Unternehmer sind so pessimistisch wie seit Jahren nicht. Fast jedes zweite Unternehmen erwarte, dass sich die Wirtschaft im Freistaat in den kommenden Monaten schlechter entwickelt als im ersten Halbjahr 2024, sagte der Präsident des Verbandes der Wirtschaft (VWT), Hartmut Koch, in Erfurt. «Das ist die pessimistischste Einschätzung aller Befragungen seit 2010.»
Wirtschaft im Krisenmodus
17 Prozent der Unternehmen gingen von einer besseren, rund 30 Prozent von einer gleichbleibenden Entwicklung wie in der ersten Jahreshälfte 2024 aus. Gründe für die verhaltene Bewertung seien vielfach eine angespannte Auftragslage und geringere Gewinnaussichten, geht aus der Befragung hervor. Nur zwölf Prozent der befragten Firmen rechneten mit mehr Aufträgen als vor einem Jahr. Jedes vierte Unternehmen berichtete von einer sinkenden Produktion und weniger Investitionen. «Der Krisenmodus bleibt bestehen», sagte VWT-Geschäftsführer Matthias Kreft.