Die Thüringer Wirtschaft kommt nicht in Schwung. Nach dreijähriger Stagnation bleiben die Unternehmen im Freistaat bei der Beurteilung ihrer Geschäftslage für das erste Halbjahr verhalten. Wie aus der aktuellen Jahresumfrage der Thüringer Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände hervorgeht, erwarten rund 50 Prozent der Betriebe keine Veränderung bei Auftrag, Ertrag und Investitionen. Bis zu 35 Prozent rechnen mit einer weiteren Verschlechterung.
«Es gibt kaum Aufbruch und Investitionslust, das ist Gift für die Konjunktur», sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Wirtschaft Thüringens (VWT), Matthias Kreft. Die Thüringer Wirtschaft sei zwar stabil, aber unter Druck. Besonders deutlich werde das im produzierenden Gewerbe. Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung liege mit knapp 74 Prozent deutlich unter dem langjährigen Schnitt. «Dass Produktionskapazitäten vorhanden sind, aber nicht ausgelastet werden, ist ein klares Alarmsignal», so Kreft.