Trotz hoher Preise: Energieverbrauch der Industrie konstant
Der Energieverbrauch der Thüringer Industrie ist kaum gesunken – trotz hoher Preise und staatlicher Förderprogramme zum Energiesparen. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes verbrauchten die Industrieunternehmen im Freistaat im vergangenen Jahr 57,9 Millionen Gigajoule Energie. Das war nur 0,3 Prozent weniger als 2024, wie aus Zahlen des Landesamtes in Erfurt hervorgeht. Der Anteil erneuerbarer Energien stieg nur minimal von 22,7 auf 22,9 Prozent. Kammern und Verbände sehen in den hohen Energiepreisen ein Konjunkturrisiko in Thüringen, weil sie Wachstum und Investitionen einschränkten. Vor allem energieintensive Branchen leiden darunter. Als ein Grund für die Insolvenz des Porzellanherstellers in Kahla wurden hohe Energiekosten genannt. Nach Angaben des Landesamtes hatte Erdgas mit einem Drittel und 18,9 Millionen Gigajoule den größten Anteil am Energieverbrauch gefolgt von Strom mit ebenfalls fast einem Drittel und 18,4 Millionen Gigajoule. Der Verbrauch von Kohle zur Energiegewinnung war rückläufig und hatte einen Anteil von 2,5 Prozent. Die energieintensivsten Branchen waren die Hersteller von Papier und Pappe und Waren aus diesen Materialien mit einem Anteil von rund 25 Prozent. Der zweithöchste Verbrauch lag in der Glas- und Keramikindustrie und einem Anteil von einem Fünftel. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten