Die US-Zölle für europäische Produkte kosten den Jenaer Medizintechnik-Konzern Carl Zeiss Meditec AG nach Einschätzungen des Vorstandes in diesem Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag. «Wir können so schnell die Preise für unsere Produkte nicht anpassen; Aufträge müssen erfüllt werden», sagte Finanzvorstand Justus Felix Wehmer der Deutschen Presse-Agentur in Jena. Grob geschätzt könnte die Belastung bei etwa zehn Millionen Euro liegen.
Der neue Meditec-Vorstandschef Maximilian Foerst geht davon aus, dass sich die US-Zölle von 15 Prozent letztlich auf die US-Kunden von Augenlasern oder OP-Mikroskopen aus Jena auswirken. «Der Effekt wird am Markt weitergegeben.»