Trübe Stimmung in der Thüringer Metallindustrie: Viele Firmen wollen weniger Arbeitsplätze anbieten und weniger investieren. Das geht nach Angaben des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie aus einer Umfrage des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall hervor. «Die derzeitige Deindustrialisierung kann nur gestoppt werden, wenn die Politik für bessere Rahmenbedingungen sorgt», erklärte der Geschäftsführer des Thüringer Verbandes (VMET), Matthias Kreft, in Erfurt.
57 Prozent der Thüringer Betriebe, die sich an der Umfrage beteiligten, gingen von sinkender Beschäftigung aus. Knapp die Hälfte der Firmen (46 Prozent) erwarte geringere Investitionen, ein Viertel gleichbleibende und ein Viertel höhere, erklärte Kreft.
Mit diesen Einschätzungen lägen die Thüringer Metall- und Elektrobetriebe nah am deutschlandweiten Durchschnitt der Branche von 50 Prozent, den Gesamtmetall erhoben habe. Hinzu käme, dass zwei Drittel der antwortenden Thüringer Betriebe von einem geringeren Budget für Investitionen als 2024 berichteten.