Viele Thüringer Unternehmen wollen infolge der Mindestlohnerhöhung im kommenden Jahr die Preise erhöhen, teils sollen Jobs wegfallen. In einer Befragung der drei Industrie- und Handelskammern (IHK) im Land gab etwa jedes zweite Unternehmen an, mit Preiserhöhungen reagieren zu wollen. Die Kammern sprechen von einem «Inflationsschub». Hintergrund sei die Anhebung des Mindestlohns von 12,82 auf 13,90 Euro zum Jahreswechsel.
Jeder Siebte will Jobs abbauen
Etwa jedes siebte Unternehmen gab demnach an, wegen der Mindestlohnerhöhung Jobs abzubauen. Jede vierte Firma erwartet hingegen keine Auswirkungen der Lohnanpassung.
Den Angaben zufolge beschäftigt knapp jedes dritte befragte Unternehmen Mitarbeiter zum Mindestlohn und ist damit direkt von der Erhöhung betroffen. Jede zweite Firma plane, darüber hinaus Gehälter anzupassen, um die Abstände vom Mindestlohn zu höheren Lohngruppen zu wahren. Besonders betroffen seien Industrie und Gastgewerbe, seltener der Dienstleistungssektor.