Die angeschlagene VR Bank Bad Salzungen Schmalkalden hat nach eigenen Angaben grünes Licht, um zivilrechtlich Schadenersatzansprüche gegenüber Mitgliedern der früheren Führungsmannschaft geltend zu machen. Das sei das Ergebnis einer außerordentlichen Generalversammlung, teilte die Bank mit.
Die Volksbank mit Hauptsitz in Bad Salzungen war in Schieflage geraten, weil größere Wertberichtigungen auf Kredite, Immobilien und Beteiligungen vorgenommen werden mussten.
Aufsichtsrat kann juristisch agieren
Rund 500 Mitglieder hätten sich an der Versammlung in Bad Hersfeld beteiligt, für etwa weitere 500 Mitglieder habe es Vollmachten gegeben. Sie hätten dem Aufsichtsrat die Legitimation zu erteilen, im Namen der Bank Schadensersatzansprüche gegen vier ausgeschiedene Vorstandsmitglieder zivilrechtlich durchzusetzen. Grund sei der Verdacht auf Pflichtverletzungen während ihrer Amtszeit. Zudem hätten die Mitglieder zugestimmt, bestehende Dienstverträge von zwei Vorstandsmitgliedern außerordentlich zu kündigen.