Verkehrssünder haben im ersten Halbjahr in Thüringen deutlich weniger Geld in die Landeskasse gespült als im Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen aus Verwarn- und Bußgeldern beliefen sich bis Ende Juni auf 15,9 Millionen Euro, wie die Landespolizeidirektion der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das waren rund 3,6 Millionen Euro oder 18,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Im Gesamtjahr 2025 betrugen die Einnahmen 36,7 Millionen Euro. Nicht in die Statistik der Thüringer Polizei eingeflossen sind Geschwindigkeitsverstöße, die von Kommunen festgestellt wurden.
Als einen Grund für den Rückgang nennt die Behörde wartungsbedingte Ausfälle: Stationäre Messstellenbereiche waren demnach zu Beginn des Jahres zeitweise abgeschaltet. Hinzu kommt nach Einschätzung der Polizei ein wachsender Präventionseffekt: Moderne Fahrzeuge verfügten häufig über automatische Verkehrszeichenerkennung, zudem nutzten viele Fahrer Navigationssysteme, die Tempolimits und bekannte Gefahrenstellen frühzeitig anzeigten. Das mindere vor allem Verstöße durch Unachtsamkeit.