Schwierige Märkte in China und den USA haben dem Jenaer Medizintechnik-Konzern Carl Zeiss Meditec erstmals seit langer Zeit rote Zahlen bei einem Quartalsergebnis beschert. Unter dem Strich stand ein Verlust von 4,9 Millionen Euro nach Steuern - im Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 15,7 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Finanzvorstand Justus Felix Wehmer sprach von einem schwachen Start in das Geschäftsjahr, das bei Zeiss Meditec traditionell bereits im Oktober beginnt. Für das Minus macht er auch Währungseffekte bei Geschäften vor allem in US-Dollar verantwortlich.
Neue Geschäftsprognose im Mai
Der Umsatz des Jenaer Konzerns belief sich auf 467,0 Millionen Euro im ersten Quartal, ein Rückgang von 4,8 Prozent. Das Unternehmen hatte bereits im Januar die Erwartungen gedämpft und will auch mit einer Neuausrichtung von Forschung und Entwicklung reagieren.
Nach Einschätzung des Vorstandes ist der zunächst prognostizierte Konzernumsatz von 2,3 Milliarden Euro im laufenden Geschäftsjahr wegen der Marktunsicherheiten und Investitionszurückhaltung voraussichtlich nicht erreichbar. Eine Prognose für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr will der Vorstand bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen am 12. Mai geben.
Die Carl Zeiss Meditec AG gehört zu den umsatzstärksten Industrieunternehmen in Ostdeutschland. Beschäftigt werden im In- und Ausland rund 5.800 Mitarbeiter, darunter mehr als 2.400 in Deutschland. Produziert werden Laser, OP-Mikroskope, Geräte sowie künstliche Linsen zur Behandlung von Augenerkrankungen.
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