Das Baumsterben stellt die privaten Waldbesitzer in Thüringen vor enorme Probleme. Rund 60.000 Hektar des Privatwaldes im Freistaat seien derzeit geschädigt, sagte der Präsident des Waldbesitzerverbandes für Thüringen, Matthias Pfannstiel der Deutschen Presse-Agentur vor einer Mitgliederversammlung in Ohrdruf. Das entspreche fast einem Viertel des Waldes in privater Hand. Rund die Hälfte dieser Schadfläche müsse aktiv wieder bepflanzt werden.
Einige Waldbesitzer hätten unter anderem durch Borkenkäferbefall und Trockenheit Totalverluste erlitten, sagte Pfannstiel. Die Aufarbeitungskosten für das Schadholz hätten stellenweise über den erzielten Verkaufspreisen gelegen. «Das heißt die Eigentümer hatten keine Einnahmen und stehen jetzt vor dem Problem, dort die Flächen innerhalb von sechs Jahren wiederaufzuforsten.» Ein Hektar koste im Schnitt rund 15.000 Euro in der Wiederaufforstung.