15 Jahre nach der Eröffnung des Erinnerungsortes Topf & Söhne in Erfurt präsentiert die dortige Dauerausstellung erweiterte Fakten zur Geschichte der Ofenbauer von Auschwitz. In der überarbeiteten Ausstellung würden neben bekannten Forschungsergebnissen neue Erkenntnisse zu den Männern und Frauen gezeigt, die für das tief die nationalsozialistischen Verbrechen verstrickte Erfurter Unternehmen gearbeitet hätten, sagte die Leiterin des Erinnerungsortes, Annegret Schüle. Nach mehrmonatiger Schließung öffnet der Gedenkort mit der neuen Ausstellung ab 25. Januar wieder.
Am Erinnerungsort Topf & Söhne wird die Geschichte der gleichnamigen Erfurter Firma und ihrer Mitarbeiter erzählt, die im Nationalsozialismus unter anderem die Verbrennungsöfen für das Vernichtungslager Auschwitz bauten. Dies geschah nicht unter Zwang. 1942 reichte die Firma einen Patentantrag für einen «kontinuierlich arbeitenden Leichenverbrennungsofen für Massenbetrieb» ein – im Wissen darum, wie in Auschwitz Menschen ermordet wurden. Bald darauf wurde die Erfindung in dem Vernichtungslager eingesetzt.