Zum ersten Mal ist der Bereich eines ehemaligen KZ-Außenlagers in Sachsen-Anhalt systematisch archäologisch erforscht worden. Im Oktober vergangenen Jahres habe es nahe Walbeck im Landkreis Börde eine zweiwöchige Forschungsgrabung im früheren Lager Walbeck-Weferlingen gegeben, teilte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie mit. Das Lager ist ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald in Thüringen.
Das Lager war im August 1944 in der Nähe des ehemaligen Kalischachts «Buchberg» am Lappwald eingerichtet worden. Während der Grabung seien nun vor allem die Standorte der Baracken sowie das Umfeld des Lagers mit angrenzendem Tagebau untersucht worden, hieß es. Dabei konnten Baustrukturen, Reste von Sperranlagen und zahlreiche persönliche Gegenstände der Häftlinge dokumentiert und gesichert werden.