Nach dem Verschwinden eines Schädels von einer archäologischen Ausgrabungsfläche im Kyffhäuserkreis haben Fachleute wenig Hoffnung, dass der Skelettteil wieder auftaucht. «Bei anderen Artefakt-Typen neigen Diebe dazu, diese zu verkaufen - da hätte die Polizei eine Möglichkeit zu recherchieren. Aber in diesem Fall sind die Chancen relativ gering», sagte der zuständige Gebietsreferent des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie, Robert Knechtel. Zuerst berichtete MDR Thüringen online über den Fall.
«Es passiert leider immer wieder, dass Artefakte von Ausgrabungsflächen verschwinden, aber es ist zum Glück nichts Alltägliches», berichtete Knechtel weiter. Der aktuelle Fall sei in seinen Augen besonders pietätlos. Ärgerlich sei auch: Eben weil die Fachleute um die Gefahr von Raubgräbern wüssten, sei der Fund im Ort Trebra bislang nicht öffentlich mitgeteilt worden. Inzwischen sei die Grabung aber abgeschlossen, die Bauarbeiten nicht.