Mit einer ungewöhnlichen Inszenierung wollen Theatermacher aus Hessen und Thüringen die gewaltsame Räumung von Dörfern, Höfen und Häuser im ehemaligen DDR-Sperrgebiet aufarbeiten. Premiere des Stücks «Die geschleiften Häuser im Grenzgebiet erzählen» ist an diesem Donnerstag (26. Juni, 18.30 Uhr) im früheren US-Camp in der Gedenkstätte Point Alpha in Rasdorf (Kreis Fulda). Der Eintritt ist frei.
In dem von Schülern aus dem osthessischen Hünfeld und dem Landestheater Eisenach inszenierten Stück werde die Zerstörung aus der Perspektive der ehemaligen Gebäude in der Ich-Form erzählt, erklärt Projektleiterin Aline Gros von der Point Alpha Stiftung. Dabei gehe es auch um die Bewohner, die von den Behörden zwangsweise weggebracht wurden oder in den Westen flohen. «Das Stück soll deutlich machen, was alles an der innerdeutschen Grenze zerstört wurde», betont Gros.