In Thüringen haben im vergangenen Jahr rund 33.100 Frauen und Männer in Rente oder Pension weiter gearbeitet. Die Anzahl stieg damit in den vergangenen zehn Jahren deutlich, wie die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur in Halle mitteilte. 2014 waren im Freistaat noch 21.100 Rentner erwerbstätig. Das entspricht einer Steigerung von knapp 57 Prozent. Mit dem Ruhestand der geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge werden künftig noch mehr arbeitende Rentner erwartet.
Fachwissen und Erfahrung werden geschätzt
«Es ist zu beobachten, dass immer mehr Betriebe Menschen im Rentenalter einstellen, oft auf geringfügiger Basis, aber auch sozialversicherungspflichtig», erklärte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Ältere Mitarbeiter könnten mit umfangreicher Erfahrung und Fachwissen punkten. Viele seien zudem noch agil, leistungsfähig und zeichneten sich durch eine hohe Zuverlässigkeit aus. Ein vollständiger Ausstieg aus dem Arbeitsleben komme für sie häufig nicht infrage. Viele wollten in Teilzeit arbeiten, um genügend Freiraum für Privates und Erholung zu haben, betonte Behrens.
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