Das geplante Aus für Minijobs ist für Thüringens Sozialministerin Katharina Schenk auch eine Reaktion auf drohende Altersarmut. Oft werde argumentiert, dass Minijobs als Übergangsphase gelten, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. «Statistisch lässt sich das nicht belegen, dass es eine Übergangsphase ist, sondern die meisten verharren dann in diesem Minijob-Ding», sagte sie. Wer aber 30 Jahre einen Minijob ausübe, habe hinterher ein riesiges Problem. Vor allem Frauen seien davon betroffen. «Und ich glaube, das müssen wir angehen. Deswegen finde ich den Vorschlag im Grundsatz erst mal richtig.»
Bei einem Minijob ist der Verdienst auf 603 Euro pro Monat oder 7.236 Euro im Jahr begrenzt. Der Arbeitnehmer zahlt keine Sozialabgaben, der Arbeitgeber eine Pauschale von etwas über 30 Prozent - inklusive Renten- und Krankenversicherung.
Die Rentenkommission der Bundesregierung hatte jüngst vorgeschlagen, Minijobs künftig regulär in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Ausnahmen soll es nur noch für Schülerinnen und Schüler geben. Ziel ist es, mehr Menschen sozialversicherungspflichtig zu beschäftigen und die spätere Altersvorsorge zu verbessern. Dass es für Schülerinnen und Schüler Ausnahmen geben soll, ist laut Ministerin Schenk gut.