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Thüringer Betriebe melden deutlich weniger Ausbildungsplätze

Thüringer Betriebe melden deutlich weniger Ausbildungsplätze
Thüringer Unternehmen meldeten von Oktober 2025 bis September 2026 rund 10.946 berufliche Ausbildungsstellen und damit deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum. (Symbolbild) / Foto: Jens Büttner/dpa
Weniger Lehrstellen, mehr Bewerber aus dem Ausland: Auf 100 betriebliche Ausbildungsplätze kamen in Thüringen zuletzt 75 Jugendliche. Wo gibt es noch gute Chancen für den Einstieg?

Die angespannte Konjunktur hat auch auf den Thüringer Ausbildungsmarkt Spuren hinterlassen. Thüringer Betriebe meldeten von Oktober vergangenen Jahres bis diesen September rund 10.946 Ausbildungsstellen und damit 1.268 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit mitteilte.

Das Minus gehe auf weniger betriebliche Ausbildungsstellen zurück, welche mit 10.375 den überwiegenden Teil ausmachten. Ende September waren den Angaben nach noch 871 Ausbildungsplätze unbesetzt. Als Gründe für die gesunkenen Stellenmeldungen wurden die konjunkturelle Lage und Unsicherheiten am Weltmarkt genannt. Viele Unternehmen seien daher bei Einstellungen vorsichtiger geworden. Viele Betriebe erwarteten zudem keine passenden Bewerber und suchten nur noch gezielt über Social Media, Empfehlungen oder Berufsmessen nach passenden Nachwuchskräften.

Zugleich sank die Zahl der Bewerber leicht. In dem Zeitraum suchten 7.779 junge Menschen im Freistaat einen Ausbildungsplatz - 77 weniger als ein Jahr zuvor. Damit kamen 75 Jugendliche auf 100 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen, im Vorjahr waren es 67 gewesen. Ende September hatten laut der Regionaldirektion noch 654 Jugendliche keine Lehrstelle in Thüringen. Die Zahl der Bewerber aus dem Ausland sei um 173 auf 1.131 gestiegen.

Arbeitsministerin Katharina Schenk (SPD) sieht in dem Rückgang bei den Ausbildungsstellen «keine gute Entwicklung». Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürfe die berufliche Ausbildung nicht aus dem Blick verloren werden. Der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens, sieht derzeit noch gute Chancen im Verkauf, Einzelhandel, in der Lagerlogistik und im Büromanagement.

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