Die Zahl der Thüringer, die von Altersarmut bedroht sind, ist innerhalb von fünf Jahren stark gestiegen. Hatten im Jahr 2020 noch etwa 283.000 Menschen im Freistaat eine Rentenzahlung unterhalb der sogenannten Armutsgefährdungsgrenze, so waren es 2025 fast 349.000. Das geht aus einer Antwort des Thüringer Sozialministeriums auf eine Landtagsanfrage der Linke-Fraktion hervor. Die Armutsgefährdungsgrenze lag den Angaben nach im vergangenen Jahr für einen Alleinlebenden bei 1.446 Euro netto im Monat.
Vor allem Frauen erhalten nach den Daten oft nur sehr kleine Renten. Von den etwa 349.000 Rentenempfängern, die Zahlungen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze bekamen, waren 226.500 weiblich und etwa 122.500 männlich. Das Sozialministerium bezog sich auf Daten der Deutschen Rentenversicherung. Erfasst sind darin die Zahlungen nur aus der Rentenversicherung für Menschen im Alter über 65 Jahren. Andere Einkünfte - beispielsweise aus Betriebsrenten oder vermieteten Immobilien werden bei den Daten nicht berücksichtigt.