Konzerte, ein Bundesparteitag, Ferienbeginn und Zehntausende Demonstranten: Erfurt steht am ersten Juli-Wochenende vor einem Ausnahmezustand, der sich auch auf den letzten Schultag auswirkt. Zwar geht der AfD-Parteitag erst am Samstag, dem 4. Juli, richtig los. Doch schon am Freitag davor rechnen Behörden mit Protesten, viel Polizeipräsenz und Verkehrsbehinderungen. Zumal auf dem Domplatz am Freitag auch noch ein Roland-Kaiser-Konzert geplant ist - mit tausenden Besuchern und Zaungästen. Das sind die Vorgaben für die Schulen am letzten Schultag:
Zeugnisse
- Die Zeugnisausgabe soll an den Schulen bis spätestens 09.30 Uhr stattfinden, teilte ein Sprecher des Bildungsministeriums mit. Den staatlichen Schulen in der Landeshauptstadt sei ein Schreiben mit einem einheitlichen Handlungsrahmen zugestellt worden. Es handele sich um eine «verbindliche Information». Demnach sei ein vorzeitiges Ende des Unterrichts an Tagen mit Zeugnisausgabe schulrechtlich erlaubt.
Betreuung
- «Für Schülerinnen und Schüler mit Betreuungsanspruch wird die Betreuung im Anschluss sichergestellt», heißt es aus dem Bildungsministerium.
Fehlen
- Rund um das erste Juli-Wochenende kann es in und um Erfurt zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Auch Sperrungen sind geplant, und der öffentliche Nahverkehr fährt voraussichtlich nur eingeschränkt. Schaffen es Kinder und Jugendliche aufgrund der Situation nicht in die Schule, soll die Fehlzeit entschuldigt anerkannt werden. Ihre Zeugnisse können die Schülerinnen und Schüler dann in der Folgewoche abholen. Ab 12 Uhr gibt es laut Ministerium keinen Schülertransport mehr.
Schließungen
- Der AfD-Bundesparteitag findet auf dem Messegelände statt. Im Umfeld gibt es eine Grund- und eine Gemeinschaftsschule. Nach Angaben des Bildungsministeriums sollen auch an diesen Schulen die Zeugnisse bis 09.30 Uhr ausgegeben sein. Danach werden die Schulen geschlossen. «Für Kinder, die bis dahin nicht abgeholt werden können, wird an der Europaschule eine Betreuung angeboten», hießt es.
Hotline
- Für den 2. und 3. Juli soll eine zentrale Telefonnummer eingerichtet werden, über die Ministerium und Schulamt für die Schulen erreichbar sein sollen.
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