Eine spezielle Angelschein-Variante erweist sich dem Landesanglerverband Thüringen zufolge als Erfolgsmodell. «Letztendlich war die Einführung des Vierteljahresfischereischeines in Summe eine positive Entscheidung der Politik», sagte der Verbandsgeschäftsführer André Pleikies. Der Schein sei nicht nur ein hilfreiches Mittel, um Gästen das Angeln zu ermöglichen, sondern habe auch dazu beigetragen, Menschen den Einstieg in das Hobby zu erleichtern und die Mitgliederzahlen der Angelvereine zu verbessern. Zudem sei er eine gute Maßnahme, um die Fischwilderei einzudämmen. Der sogenannte Vierteljahresangelschein soll vor allem Touristen das legale Angeln an einigen Gewässern in Thüringen ermöglichen.
Eingeführt wurde der «Angelschein auf Zeit», der ohne das Ablegen einer Prüfung für drei Monate zum Angeln berechtigt, 2010. Seitdem steigt die Nachfrage fast ungebrochen - laut Landwirtschaftsministerium von 135 ausgegebenen Scheinen im ersten Jahr auf 1.670 im vergangenen Jahr. Die bisherige Höchstmarke von fast 2.000 wurde 2020 erreicht, als aufgrund der Corona-Krise viele Urlauber in Deutschland blieben.