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Wie kommt der vegane Januar im Bratwurstland Thüringen an?

Veganes Essen im Januar ist bei den Thüringer Gastronomen kein großes Thema. (Symbolbild) / Foto: Silas Stein/dpa/dpa-tmn
Veganes Essen im Januar ist bei den Thüringer Gastronomen kein großes Thema. (Symbolbild) / Foto: Silas Stein/dpa/dpa-tmn

Im Januar kommen immer wieder Verzichttrends auf: kein Alkohol, nur veganes Essen. Doch im Freistaat sind das eher Randerscheinungen.

Die Januar-Trends «Veganuary» oder «Dry January» kommen bei den Gastronomen in Thüringen kaum an. «Ein Januarloch verzeichnen wir immer, das ist normal», sagte der Geschäftsführer des Gaststättenverbands Dehoga, Dirk Ellinger. Der Verzicht auf alkoholische Getränke oder nur veganes Essen im Januar sei hingegen kein großes Thema. Das Durchhaltevermögen für solche Vorsätze scheine gering zu sein. 

Trend zu gesunder Küche

Generell sei aber schon ein Trend hin zur gesunden Küche erkennbar. Das liege auch daran, dass viele internationale Azubis in Thüringen ihr Handwerk lernen, so Ellinger. «Wenn man sich die asiatische Küche anguckt, das ist viel gesünder.» Die jungen Menschen seien in der Ausbildung auch viel offener und die Koch-Azubis probierten viel aus. «Das wird Deutschland prägen.»

Natürlich gebe es aber immer noch Gastwirte, die sich auf das Thema nicht einlassen wollten, sagte er. Das gehöre auch zur Vielfalt. «In Thüringen sollten wir auch nie ganz von der Bratwurst abschwören.»

Ob Gluten, Laktose oder Erdnüsse: Auch das Thema Allergien sei bei den Gastronomen immer präsenter, so Ellinger. «Die Betroffenheit wird immer größer. Das hatten wir früher so nicht.» Für Veranstaltungen müssten inzwischen immer mehr verschiedene Essen zubereitet werden. Das koste auch extra Geld.

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