Wenige Tage vor der Einweihung eines NSU-Mahnmals haben zwei Landtagsabgeordnete eine weitere Aufarbeitung der Verbrechen der rechtsextremen Terrorgruppe «Nationalsozialistischer Untergrund» gefordert. «Die Aufarbeitung der NSU-Verbrechen ist noch lange nicht abgeschlossen, wie aktuelle Informationen zu Verbindungen des NSU in die Schweiz zeigen», teilte Katharina König-Preuss am Samstag mit. Die Linke-Politikerin ist Obfrau ihrer Fraktion in den beiden Untersuchungsausschüssen zum NSU im Landtag.
Auch Madeleine Henfling, parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion und ehemalige Obfrau des NSU-Untersuchungsausschusses, bezog sich auf die neuen Hinweise zum NSU. «Das ruft erneut in Erinnerung, dass die Aufklärung und gesellschaftliche Aufarbeitung weiter fortgesetzt werden müssen. Noch immer sind einige Fragen ungeklärt, insbesondere hinsichtlich der Opferauswahl und der Unterstützungsstrukturen.» Thüringen trage als «Täterland» eine besondere Verantwortung an dieser Stelle. Es dürfe keinen Schlussstrich geben.