In manchen Notaufnahmen kommt es nach Angaben von Ärzten inzwischen regelmäßig zu Gewaltausbrüchen von Patienten und Angehörigen. Solche Vorfälle hingen häufig mit einem sehr hohen Patientenaufkommen zusammen, sagte die Chefärztin Notfallmedizin des Helios Klinikum Meiningen, Sorina Friedrich, bei der Vorstellung des aktuellen Thüringer Krankenhausspiegels in Erfurt.
Oft hätten Patienten oder Angehörige in solchen Situationen Ängste, während das Personal überlastet sei. Erschwerend komme hinzu, dass Ärzte und Pfleger häufig nicht über die kommunikativen Mittel verfügten, um die Patienten oder Angehörigen in solchen Fällen zu beruhigen.
Friedrich verwies auf Schätzungen, nach denen es in jeder deutschen Notaufnahme inzwischen im Durchschnitt zu einem Gewaltvorfall pro Woche kommt. Wichtig seien deshalb unter anderem Kommunikations- und Deeskalationstrainings für die Mitarbeiter dort, sagte sie.