Alpaka-Wanderungen sind im Trend - doch von den Tieren geht nach Ansicht von Experten auch eine Infektionsgefahr aus. «Unsere Sorge ist, dass mit dem gestiegenen Angebot viele Menschen in Kontakt mit Alpakas kommen, die sonst wenig Kontakt mit Nutztieren haben», sagte Christian Menge vom Friedrich-Loeffler-Institut in Jena. Von Durchfallerregern über Milben bis hin zu Tuberkulose könnten die Tiere verschiedenste Keime in sich tragen, die auch auf den Menschen überspringen könnten.
Auch als Therapietiere werden Alpakas und Lamas immer öfter eingesetzt. «Kinder oder ältere Menschen haben aber auch eine höhere Infektanfälligkeit», sagte Menge weiter. Dazu komme, dass Alpakas und Lamas auch oft mit anderen Tieren wie etwa Pferden und Wiederkäuern gehalten werden. Hier könnten Erreger überspringen.