Zur Unterstützung bei der Ausbildung ausländischer Pflegekräfte hat das Land im vergangenen Jahr an 16 Pflegeeinrichtungen Ausbildungszuschüsse aus dem Landeshaushalt gezahlt. Dabei gehe es um 69 Ausbildungsplätze, teilte das Sozialministerium auf Anfrage mit.
Insgesamt 345.000 Euro seien den Betrieben bewilligt worden. Das Land unterstützt Unternehmen, die Pflegekräfte aus Nicht-EU-Staaten in Thüringen ausbilden, seit 2012 bei Anwerbeaktionen und Sprachkursen im Herkunftsland. Damit soll der angesichts der Bevölkerungsentwicklung wachsende Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal gesichert werden. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bemühen sich seit mehreren Jahren um Azubis etwa aus Vietnam oder südamerikanischen Ländern.
Der Landeszuschuss je Ausbildungsplatz war 2024 auf 5.000 Euro aufgestockt worden. 2025 hatten dem Ministerium zufolge 19 Betriebe einen Zuschuss beantragt. In zwei Fällen sei der Zuschuss an fehlenden Haushaltsmittel zu Jahresbeginn gescheitert, in einem Fall sei er wegen verspäteter Antragstellung abgelehnt worden.