Der Präsident der Landestierärztekammer Lothar Hoffmann ruft zur verstärkten Impfung gegen die für verschiedene Tierarten gefährliche Blauzungenkrankheit auf. Bisher liege die Impfdichte in Thüringen bei Schafen bei etwa 40 Prozent, so Hoffmann. «Ziel wäre es, mindestens 70 bis 80 Prozent aller Schafe zu impfen, um einen guten flächendeckenden Schutz gegen die Krankheit zu haben.» Bei Rindern sei die Impfdichte noch geringer als bei Schafen.
Das Krankheitsgeschehen werde sich in der kälteren Jahreszeit etwas beruhigen, es werde aber nicht von selbst verschwinden, betonte Hoffmann zudem. Die für Menschen ungefährliche Seuche wird über Stechmücken, sogenannte Gnitzen, übertragen und kann in schweren Fällen bei Tieren tödlich enden. Vor allem Rinder und Schafe sind betroffen, aber auch Ziegen oder Hirsche. Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut tritt die Krankheit wegen der Übertragung durch Stechmücken verstärkt saisonal in der warmen Jahreszeit bei feuchtwarmem Wetter auf.