Wegen der geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen erwarten Kassenärzte im kommenden Jahr in Thüringen deutlich weniger Behandlungen. Nach Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigung wären davon im Freistaat besonders Patienten der Fachrichtung Endokrinologie betroffen - nur 62 Prozent der bisherigen Behandlungen bei diesen Fachärzten wären demnach finanziert. Die Anzahl der Termine je Arzt würde von 3.559 pro Quartal auf 2.215 sinken.
Weniger finanzierte Behandlungen auch bei Hausärzten
Die Thüringer Hausärzte und Allgemeinmediziner könnten statt wie bislang im Schnitt 1.079 Patienten im Quartal dann nur noch 986 versorgen. Bei Kinderärzten würde die Zahl der maximal versorgten Patienten rechnerisch von 1.098 auf 1.022 sinken.
Bundesweit wären durch die geplanten Sparmaßnahmen 2027 rund 46 Millionen Behandlungsfälle nicht finanziert. «Bild» hatte zuerst über ein entsprechendes Papier der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) berichtet.