Im Prozess um auf mehrere Menschen abgefeuerte Kunststoffkugeln in Ilmenau haben die beiden Angeklagten die Vorwürfe eingeräumt. Sie gaben beim Verhandlungsauftakt am Amtsgericht Arnstadt zu, dass einer von ihnen an einem Abend im April 2025 mehrfach mit einer CO2-Pistole Plastikkugeln auf Menschen geschossen habe. Währenddessen sei der andere mit ihm im Auto unter anderem über den Campus der TU Ilmenau gefahren.
Angeklagter: Opfer zufällig ausgewählt
Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden 22-jährigen Deutschen deshalb gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung in mehreren Fällen vor. Da auf dem Uni-Gelände vor allem Ausländer beschossen worden sein sollen, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft, dass ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden könne. Auch in der Öffentlichkeit wurde über einen möglichen rassistischen Hintergrund spekuliert.
Im Prozess gaben beide Angeklagte an, «kein Problem mit Ausländern» zu haben. Die Opfer seien zufällig ausgewählt worden, «ohne jegliche Hintergründe», so der Mann, der die Schüsse abgegeben haben soll. Beide Angeklagte sagten, sie bereuten die Taten. Entsprechende Worte richteten sie auch an anwesende Opfer.