Im Prozess um mutmaßliche Drogengeschäfte der kalabrischen Mafia 'Ndrangheta ist einer der beiden Angeklagten vom Landgericht Erfurt freigesprochen worden. Das Verfahren gegen den 58-Jährigen war zuvor abgetrennt und der Haftbefehl gegen ihn aufgehoben worden. Die Richter hegten Zweifel daran, dass er an einem Drogengeschäft beteiligt gewesen war.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann, der italienischer Staatsbürger ist und seit Jahren in Nordrhein-Westfalen lebt, Kokainhandel vorgeworfen und laut MDR Thüringen drei Jahre Haft gefordert. Das Urteil ist nach Gerichtsangaben bislang nicht rechtskräftig. Im Prozess hatte der 58-Jährige zwar Kontakt zu dem Hauptangeklagten eingeräumt, dabei sei es aber um ein Gutachten zu einem Unfallauto gegangen.