Im Missbrauchsprozess gegen einen weiteren Lehrer einer Erfurter Schule hat der 58-Jährige die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Er gestand am Landgericht, sich in Dutzenden Fällen – unter anderem bei sich zu Hause oder in seinem auf Feldwegen geparkten Auto – an Schülerinnen vergangen zu haben.
Keine Worte zu Vergewaltigungsvorwürfen
In einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung hieß es weiter, dass dem Angeklagten klar geworden sei, dass er strafrechtliche Schuld auf sich geladen habe. Zu den ihm ebenfalls vorgeworfenen zwei Fällen von Vergewaltigung gab der 58-Jährige keine Erklärung ab. Zur Aufklärung dieser Vorwürfe wird möglicherweise bei einem nächsten Verhandlungstermin die Betroffene gehört.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Musik- und Religionslehrer vor, drei Schülerinnen missbraucht zu haben. Angeklagt sind Taten im Zeitraum von März 2013 bis April 2025. Alle drei Opfer treten in dem Prozess als Nebenklägerinnen auf. Sie sollen bei Beginn der Taten 15 beziehungsweise 16 Jahre alt gewesen sein. Der Andrang bei der Verhandlung war so groß, dass nicht alle Zuhörer Platz im Gerichtssaal fanden – auch ehemalige Schülerinnen waren darunter.