Ein Mann überschüttet laut Staatsanwaltschaft seine Ehefrau nach einem Streit mit Grillanzünder und setzt sie in Flammen. Die Frau erleidet erhebliche Schmerzen und Verbrennungen am Kopf und im Gesicht. Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Erfurt weist der Angeklagte über seinen Verteidiger alle Tatvorwürfe zurück. Die Ehefrau, die in dem Prozess als Nebenklägerin auftritt, machte zum Prozessauftakt von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und äußerte sich nicht. Was geschah also an dem betreffenden Januarabend dieses Jahres in Gotha?
Laut der Staatsanwaltschaft war das Ehepaar zunächst auf einer Familienfeier in einem Partyraum eines Gothaer Hotels. Dort sei es zu Unstimmigkeiten zwischen den Eheleuten gekommen. Der 63-Jährige habe dann seine Hose heruntergelassen und sein Genital entblößt, schilderte die Staatsanwältin in der Anklageverlesung. Später sei es zwischen den beiden im Wohnhaus zum Streit gekommen. Die 56-Jährige habe nach langjährigen, wiederholten Übergriffen Angst vor ihrem Mann gehabt. Sie sei daher ins Schlafzimmer gegangen und habe sich ins Bett gelegt.