Die Hochschule für Musik «Franz Liszt» Weimar geht nach einem ARD-Bericht Vorwürfen der sexuellen Belästigung einer Musikschülerin durch einen Lehrbeauftragten vor einigen Jahren nach. Dazu sei eine Untersuchungskommission eingesetzt worden, die hausinterne Recherchen begonnen habe, teilte die Hochschule mit. Die Vorwürfe beträfen einen im Jahr 2012 für die Musikhochschule tätigen Lehrbeauftragten, der seither nicht mehr an der Einrichtung und am Musikgymnasium Schloss Belvedere unterrichtet habe.
Im ARD-Magazin «Report Mainz» vom 19. Mai berichtet eine ehemalige Schülerin des Musikgymnasiums, dass der Lehrbeauftragte sie auf einer Klassenfahrt nach Berlin sexuell belästigt habe. Das Mädchen war damals 15 Jahre alt und Schülerin des Musikgymnasiums Weimar, einer renommierten Spezialschule für Musiktalente. Die Schülerinnen und Schüler werden von Professoren der nahegelegenen Musikhochschule unterrichtet. In der Sendung schildert die inzwischen erwachsene Frau auch, wie sie sich seinerzeit einem Professor der Hochschule anvertraut habe, der ihr aber eine Mitschuld am Vorgefallenen gegeben haben soll.