Im Prozess um mutmaßliche Drogengeschäfte der kalabrischen Mafia 'Ndrangheta am Landgericht Erfurt hat sich einer der beiden Angeklagten geäußert. Der 58-jährige italienische Staatsbürger lebt seit Jahren in Nordrhein-Westfalen, er räumte zwar Kontakt zu dem Hauptangeklagten ein. Der aber soll anders ausgesehen haben, als die Staatsanwaltschaft ihm vorwirft.
Ein Freund habe ihm den Kontakt zu dem jüngeren Mann wohl im Oktober 2024 vermittelt, da dieser Hilfe bei einem Unfallauto gebraucht habe. Als gelernter Kfz-Mechaniker und -Sachverständiger habe er ein Gutachten zu dem Wagen erstellen sollen, sagte der Angeklagte. Da der Jüngere kaum Deutsch spreche, habe er mit ihm auf Italienisch, genauer im kalabrischen Dialekt gesprochen. Denn beide Angeklagte stammen aus Locri. Die kleine im Süden Italiens in Kalabrien gelegene Stadt gilt als Hochburg der 'Ndrangheta.