Nach Zählung der Opferschutzorganisation Ezra hat es in der jüngeren Vergangenheit noch nie so viel rechtsextreme Übergriffe in Thüringen gegeben wie im Jahr 2024. «Damit entwickelt sich rechte Gewalt unserer Beobachtung nach zu einem Massenphänomen», sagte der Ezra-Projektkoordinator, Franz Zobel, in Erfurt. Im Durchschnitt habe es im vergangenen Jahr pro Woche vier derartige Angriffe gegeben. Darunter fallen neben Körperverletzung etwa auch Bedrohungen.
Thüringen brauche endlich eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Verfolgung solcher Taten sowie einen Landesopferbeauftragten, sagte Zobel. Es gebe inzwischen Tendenzen in Thüringen, die an die Zustände in den 1990er Jahren erinnerten.