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Polizei ermittelt nach Fund von Nadeln in Süßigkeiten

Polizei ermittelt nach Fund von Nadeln in Süßigkeiten
Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. (Symbolbild) / Foto: Martin Schutt/dpa
Nadeln in Schokoriegeln, Kaubonbons und sogar einem Apfel sind nach Halloween gefunden worden. Die Polizei warnt auch vor unbestätigten Meldungen in den sozialen Medien.

Nach dem Fund von Nadeln in eingesammelten Halloween-Süßigkeiten laufen in Thüringen die Ermittlungen der Polizei. Wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Nordhausen sagte, sind dort bislang Fälle in drei Orten bekannt: in Herbsleben (Unstrut-Hainich-Kreis) sowie in Wintzingerode, einem Stadtteil von Leinefelde-Worbis, und Teistungen (beide Landkreis Eichsfeld). Einen weiteren Fall gab es in Umpferstedt (Landkreis Weimarer Land). 

Laut Sprecher wurde ein Ermittlungsverfahren aufgrund versuchter gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt beim zuständigen Kommissariat der örtlichen Kriminalpolizei eingeleitet.

Stecknadel auch in Apfel gefunden

Verletzt wurde durch die Süßigkeiten demnach bisher niemand. Laut Sprecher wurden bei einer Vielzahl von Süßigkeiten in Schokoriegeln, Schokowaffeln sowie Kaubonbons Nadeln in einer Länge von drei bis sechs Zentimetern gefunden. In Wintzingerode sei zudem eine Stecknadel in einem Apfel gefunden worden. 

Weil die Kinder am Samstagabend im Stadtteil Wintzingerode an zahlreichen Haustüren klingelten, ließ sich bisher nicht nachvollziehen, woher die betroffenen Süßigkeiten genau stammten.

In Umpferstedt (Landkreis Weimarer Land) hatten nach Angaben der örtlichen Behörden Kinder im Alter von elf und zwölf Jahren Kaubonbons mit Tacker-Nadeln gefunden. Die Eltern der Geschwister hatten sich daraufhin an die Polizei gewandt, so eine Sprecherin. Derzeit werde in alle Richtungen ermittelt, um zu klären, ob die Süßigkeiten bereits so gekauft oder nachträglich präpariert wurden. Auch dort wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Auch in mehreren anderen Bundesländern berichteten Polizeibehörden nach dem Halloween-Abend über Manipulationen an Halloween-Süßigkeiten.

Polizei warnt vor falschen Gerüchten in sozialen Medien

Laut Polizeiinspektion Saalfeld kursieren in den sozialen Medien zudem Informationen über Fälle in Saalfeld und Unterwellenborn. Jedoch gebe es bislang keine entsprechenden Anzeigen oder offizielle Meldungen. «Die Polizei bittet ausdrücklich darum, fundierte Hinweise zu möglichen Vorfällen bei den zuständigen Polizeidienststellen vor Ort zu melden», hieß es in einer Mitteilung. Zudem sollten keine unbestätigten Informationen verbreitet werden.

Eltern sind angehalten, besondere Vorsicht walten zu lassen und bei verdächtigen Funden die Polizei zu informieren. «Überprüfen Sie die gesammelten Süßigkeiten Ihrer Kinder sorgfältig, bevor diese verzehrt werden. Achten Sie insbesondere auf beschädigte Verpackungen, ungewöhnliche Veränderungen oder darin befindliche Fremdkörper», hieß es weiter von der Behörde. «Süßigkeiten, die verdächtig erscheinen, sollten keinesfalls verzehrt werden.»

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