Polizei warnt vor Einbruchsgefahr ab Herbst
Weniger als 1.000 Wohnungseinbrüche hat die Thüringer Polizei in ihrer Kriminalstatistik für das vergangene Jahr aufgelistet. Das sind den Angaben nach 7,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Trotz rückläufiger Fallzahlen warnt die Thüringer Polizei in einem Facebook-Post für den Herbst nun explizit: «Mit den längeren Nächten steigt auch das Einbruchrisiko. Höchste Zeit also, das eigene Zuhause zu schützen!» 975 Fälle von Wohnungseinbrüchen finden sich in der Statistik für 2025 – 78 Fälle weniger als 2024. Die meisten davon wurden mit 209 der Landeshauptstadt Erfurt und der - gemessen an der Einwohnerzahl -drittgrößten Stadt Gera mit 103 Fällen zugeordnet. Die Aufklärungsquote betrug 24,4 Prozent, im Vorjahr 28 Prozent. Wobei in die Statistik 2025 auch Fälle aus 2024 gehören können, die erst im vergangenen Jahr abschließend bearbeitet worden waren. Umgekehrt können manche Fälle aus dem Jahr 2025 wegen unabgeschlossenen Status möglicherweise erst in den Zahlen für 2026 auftauchen. Den Angaben nach lag die Zahl der Einbrüche, bei denen Kriminelle tatsächlich 2025 in Wohnungen einbrachen und Diebesgut entwendeten, bei 474. Wiederum ein Jahr zuvor waren es noch 517. Wohnungseinbruchdiebstähle machten etwa 6,6 Prozent aller im vergangenen Jahr gelisteten Fälle von Diebstählen unter erschwerenden Umständen aus. Auf rund 3,3 Millionen Euro beziffert die Polizei die Schadenssumme, die im vergangenen Jahr durch Wohnungsdiebstähle entstand. Die Höhe des Schadens aller möglichen Arten von Diebstählen belief sich demnach auf etwa 44,6 Millionen Euro. Allerdings spiele bei solchen Taten nicht der Verlust von Wertsachen eine Rolle: Wohnungseinbrüche beschäftigten Betroffene besonders, wie dies stark den Intimbereich des Zuhauses der Menschen verletzten, hatte Innenminister Georg Maier (SPD) im April bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik gesagt. «Das hinterlässt Spuren.» Solche Einbrüche beeinträchtigten das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung erheblich, heißt es auch seitens des Bundeskriminalamts. Opfer litten demnach teilweise unter langfristigen psychischen Problemen, auch aus Furcht vor einem erneuten Einbruch und einem möglichen Aufeinandertreffen mit Tätern. Die Polizei Thüringen empfiehlt, die Haustüre immer abzuschließen, auch bei kurzer Abwesenheit. Auch Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren sollten geschlossen und abgeschlossen sein. Sinnig könnten auch eine Alarmanlage und einbruchhemmende Sicherungen sein. Zurückhaltung sollte auch in den Sozialen Medien geübt und dort etwa geplante und laufende Urlaubsreisen nicht öffentlich gemacht werden. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenWie genau sieht die Wohnungseinbruchstatistik in Thüringen aus?
Um welchen Schaden geht es dabei?
Und wie kann man sich schützen?