Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD), hat vor einer wachsenden Bedrohung queerer Menschen in Ostdeutschland durch Rechtsextremisten gewarnt. Besonders Christopher-Street-Day-Veranstaltungen (CSD) müssten dort besonders geschützt werden.
«In Sachsen werden CSDs mit sehr viel Polizeischutz und weiträumig abgesperrten Straßen geschützt, gerade im ländlichen Raum. Mein Wunsch war immer, dass sich das an die Lage in westdeutschen Städten angleicht», sagte Koch der «Rheinischen Post». Stattdessen bedrohten immer jüngere rechte Netzwerke ganz gezielt die CSDs und die queere Community.
In westdeutschen Großstädten sei die Lage vielerorts deutlich entspannter. Bei einer Pride-Demo in Köln etwa habe eine Kreuzung allein mit einer Fahrradpolizistin abgesichert werden können, so Koch.