Die Zahl der von Thüringer Gerichten verurteilten Straftäter nimmt weiter ab. Nach ersten Ergebnissen mussten sich im vergangenen Jahr 18.916 Menschen wegen einer oder mehrerer Straftaten vor einem Richter verantworten, wie das Statistische Landesamt mitteilte.
Gegen 14.768 Angeklagte sei eine Freiheits- oder Geldstrafe, Strafarrest oder Jugendstrafe verhängt worden. Im Vergleich zu 2024 gab es damit 3,4 Prozent weniger rechtskräftig Verurteilte. In 541 Fällen endeten die Verfahren mit einem Freispruch. 3.593 Verfahren wurden eingestellt oder es wurde von einer Strafe abgesehen.
Die Verurteilungsquote lag den Angaben nach mit 78,1 Prozent geringfügig über der des Vorjahres (2024: 77,9 Prozent). Deutlich niedriger fiel sie bei Jugendlichen (40,7 Prozent) und Heranwachsenden (60,4 Prozent) aus als bei Erwachsenen (81,3 Prozent).
Von den Verurteilten waren im vergangenen Jahr 3.604 Ausländer. Das sei ein neuer Höchststand, hieß es. Fast jeder vierte Verurteilte (24,4 Prozent) besaß demnach keine deutsche Staatsbürgerschaft. 2024 waren es noch 22,8 Prozent. Die Statistiker weisen darauf hin, dass darunter auch Menschen ohne Wohnsitz in Deutschland waren.